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HPV-Impfung

Die Ständige Impfkomission empfiehlt die Impfung für Mädchen von 12-17 Jahren. 

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Humane Papillomaviren (HPV) sind wiederum die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Die HPV werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen.

Der Impfstoff Gardasil wendet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, die insgesamt etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebs auslösen. Ebenfalls gegen gegen HPV 6 und 11 richtet sich Gardasil, die über 90 Prozent der Genitalwarzen verursachen.

Es geht vor allem darum, durch die Impfung Teenager vor einer HPV-Infektion schützen, die sexuell übertragen wird. Der neue Impfstoff ist in den USA nur für alle Mädchen und Frauen im Alter von 9 bis 26 Jahren zugelassen. In Europa hingegen kann es zusätzlich auch bei Jungen zwischen 9 bis 15 Jahren eingesetzt werden. Sinnvollerweise sollte die Impfung (3x) vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Daher wird In den USA die Impfung für die weiblichen US-Teenager im Alter von 11 bis 12 Jahren empfohlen. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hatte Gardasil auf diesem Hintergrund bereits Mitte 2006 zugelassen.

Anwendung:

Gardasil ist ein Impfstoff zur Prävention von hochgradigen Dysplasien (Zellveränderungen als Vorstufen des Krebswachstums) des Gebärmutterhalses, Gebärmutterhalskrebs, hochgradigen dysplastischen Läsionen der Vulva (äußere Genitalorgane der Frau) sowie von äußeren Genitalwarzen, die durch die Typen 6, 11, 16 und 18 des humanen Papillomvirus (HPV) verursacht werden. Die Indikation beruht auf dem Nachweis der Wirksamkeit von Gardasil bei erwachsenen Frauen von 16 bis 26 Jahren und dem Nachweis der Immunogenität von Gardasil bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis 15 Jahren. 

Der Hersteller betont, dass die Impfung mit Gardasil kein Ersatz für Routineuntersuchungen zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge ist. 

Fazit

Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Gebärmutterhalskrebs ist häufig durch HP-Viren verursacht. Daher ist der neue Impfstoff Gardasil gegen die HP-Viren ein wichtiger Schritt bei den Vorsorge-Massnahmen gegen Gebärmutterhalskrebs.

Nach den bisherigen Erkenntnissen schützt Gardasil® Frauen, die sich noch nicht mit dem im Impfstoff vorhandenen HPV-Typen angesteckt haben. Wirksamkeit von Gardasil bei Frauen mit bestehender oder vorangegangener HPV-Infektion ist noch nicht hinreichend belegt. Daher würde der Einsatz von Gardasil vor allem bei jungen Mädchen und Frauen, die noch nicht sexuell aktiv sind, Sinn machen.

Weitere Infos

 

Todesfälle nach Impfung im Sommer 2007 in Deutschland

Verunsichert durch Meldungen in der Presse vom Februar 08 haben sich einige von Ihnen bei uns in Sorge um Ihre geimpften Töchter gemeldet. Bislang hat die zuständige Behörde einen ursächlichen Zusammenhang nicht sehen können. Auch in Amerika untersuchte Todesfälle wurden nicht als ursächlich durch die Impfung  bewertet.

Nach unklaren Todesfällen nimmt das Paul-Ehrlich Institut Stellung