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Liebe Eltern, wieder muss eine Kollegin ihre Praxis wegen mangelhafter Rentabilität schließen. Wie in der FR vom 29.2.08 zu lesen steht, reicht Frau Schirmer die Arbeit in der Praxis nicht zur Gestaltung des Lebensunterhaltes aus. Hierdurch verschlechtert sich die Versorgung der Kinder immer mehr, Kinder- und Jugendpsychiatrie im Vordertaunus ist nun nur noch durch Herrn Dr. Weiffenbach in Bad Homburg vertreten, waren Wartezeiten bisher um 3-6 Monate, sollten Sie sich nun auf erheblich längere Wartezeiten einrichten. Inadäquate Bezahlung beklagen wir Kinder- und Jugendärzte ebenfalls: für die Betreuung über 3 Monate erhalte ich als "kurativen Falldurchschnitt" zwischen 22 und 24 Euro, je nach Quartal. In Durchschnitt sehe ich jeden Patienten 2x, einige der chronisch Kranken sogar noch viel häufiger. So kommt es dazu, dass ich für einen chronisch Kranken Patienten, der 5x in der Praxis erscheint, einen Betrag von ca. 5 Euro je Konsultation erhalte. Dafür trage ich dann auch noch das Risiko für die verordneten Heilmittel oder anderen Budgetvorgaben, bei deren Überschreitung ich mit meinem eigenen Kapital hafte. Für das Jahr 2005 wurde mir ein Regress für verordnete Therapien angedroht, das gleiche erwarte ich für die folgenden Jahre, da ich auch weiterhin notwendige Therapien verordne, Sie haben ein Recht darauf. Ob jedoch Ihr Recht in Zukunft von den dafür zuständigen Stellen weiter eingeschränkt wird, ob zum Beispiel Lispeln oder Stottern künftig zum Normalen erklärt wird im Sinne der Krankenversorgung und eine Sprachentwicklungsstörung nicht mehr therapiert werden kann, ist derzeit ungewiss. Der Leistungskatalog wird immer mehr eingeschränkt, Verordnungen müssen wirtschaftlich, angemessen, notwendig und zweckmäßig (WANZ). Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, fordern Sie Aufklärung über den Verbleib Ihrer Beiträge, Sie werden staunen! |