Säuglingsernährung
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Terminerinnerung

Kinder- und Jugendnotdienst

Muttermilch ist in den ersten 4 bis 6 Monaten die ideale Nahrung für Ihr Kind, es benötigt daneben keine weitere Flüssigkeit solange keine gesundheitliche Störung besteht. Stillen Sie insbesondere bei Allergierisiko 6 Monate voll.
Nicht gestillte Kinder erhalten eine industriell gefertigte Säuglingsflaschennahrung, die Zusammensetzung wird durch eine EU-Richtlinie geregelt.

Pre-Nahrungen enthalten nur Laktose als Kohlenhydrat

Nahrung mit der Ziffer 1 als Kennzeichen enthalten zusätzlich Stärke und ggf.weitere Kohlenhydrate

Nahrungen, die diese Kennzeichen nicht tragen sind Folgenahrungen oder Spezialnahrungen. Fragen Sie vor der Umstellung auf eine andere Nahrung eher bei der U4 im 4.Lebensmonat nochmals nach.

 

Im Ernährungsplan des ersten Lebensjahres sind ab dem 5.Lebensmonat(frühestens) ein Gemüse- Kartoffel- Fleisch- Brei, ab dem 6.Lebensmonat ein Milch- Getreide- Brei, ab dem 7.Lebensmonat ein Getreide- Obst- Brei  jeweils im Austausch zu einer Milchmahlzeit einzuführen.

Achtung: neue Informationen zu BSE beachten

Ab dem 10.Lebensmonat erfolgt die behutsame Umstellung auf die Familienkost.

Einige wichtige Bitten:

Stellen Sie keine Flaschennahrung selbst her, ernähren Sie Ihr Kind nicht mit Kuhmilch, verzichten Sie auf Getreide in den ersten 6 Lebensmonaten. Geben Sie keinen Honig. Führen Sie Beikost frühestens im 5.Lebensmonat ein.

Verzeihen Sie den Ton, ich erlebe es leider immer wieder, dass Säuglinge nicht altersgemäß ernährt werden!!!

 

Noch ein Wort zu sogenannten Nahrungssupplementen:

Industriell gefertigte Säuglingsnahrungen enthalten eine ausgewogene Zusammensetzung, eine Beigabe von Säften oder Karottenpüree in den ersten 4 Monaten ist auch hier nicht nötig .

Vitamingaben erfolgen im ersten Jahr in Form des Vitamin K zur Verhütung von Blutungen bei U1/2 und U3, während des ersten Lebensjahres Vitamin D täglich, in der Regel kombinierte Prophylaxe gegen Karies und Rachitis mit Fluorid.

 

Empfehlungen zur Fluoridprophylaxe:

Die Entscheidung zur Fluoridprophylaxe wird individuell getroffen, in der Regel erfolgt eine Fluoridierung in den ersten beiden Lebensjahren fast ausschließlich  über die Tablettengabe.

Fluoridkonzentration des Trinkwassers(mg/l) in der oberen Spalte

  unter 0,3 0,3 bis 0,7 über 0,7
unter 3 Jahren 0,25mg/Tag keine Suppl. keine Suppl.
3-6 Jahre 0,5mg/Tag 0,25mg/Tag keine Suppl.
über 6 Jahre 1,0mg/Tag 0,5mg/Tag keine Suppl.

 

Sollten Sie anderslautende Ratschläge erhalten, sprechen Sie mich bitte an, ich werde Ihnen die Maßnahmen erklären.

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