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Terminerinnerung
Kinder-
und Jugendnotdienst
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10 Tipps wider den Geschwisterzoff
(Kinder- und Jugendpsaychiater Joest Martinius im Focus)
- Harmonie ist nicht zu erzwingen: Integration statt Harmonie, jedes
Kid nimmt seinen eigenen Platz in der Familie ein.
- Ein gesundes Maß an Rivalität: je jünger Kinder sind und je
geringer der Altersabstand, desto heftiger die Konkurrenz um die Zuwendung
der Eltern. Diese Form der Rivalität wirkt sich später selten auf das
Sozialverhalten aus.
- Eltern sind schlechte Richter: Eltern sollten Kinder Konflikte
selbst regeln lassen, erst wenn der Streit gefährlich wird oder wichtige
Regeln verletzt werden ist ein Eingreifen angezeigt.
- Klare Regeln: Regeln schaffen eine sichere Arena in der sich
Identität, Gemeinsamkeit und Streitkultur entwickeln können, sie müssen
aber von allen eingehalten werden.
- Absolute Gerechtigkeit: unerfüllbar..., nicht alle bekommen das
Gleiche, jeder bekommt, was er braucht. Fühlt sich ein Kind dennoch
ungerecht behandelt, nicht einlenken, besser mit etwas Abstand die Gründe
erklären.
- Der ideale Altersabstand: als ideal gelten etwa drei Jahre, unter
zwei Jahren steigt die vorübergehende Aggressivität der älteren gegen die
jüngeren Geschwister.
- Perfektionisten und Nesthäkchen: je nach Geburtsfolge haben
Geschwister besondere Bedürfnisse, Eltern sollten diese nicht
ignorieren. Dem "altklugen" Erstgeborenen besondere Verantwortung
zubilligen, dem "nervigen" Sandwich-Kind eine Extraportion
Aufmerksamkeit.
- Die Familie als System: Geschwisterzahl, Erziehungsstil, Ehekrisen-
das Klima unterliegt vielen Einflüssen. Diese können ein bisher stabiles
Geschwistergefüge zum kippen bringen, nicht immer liegt die Schuld beim
(ältesten) Kind.
- Patchwork-Familien: bringen Partner eigene Kinder in eine
Gemeinschaft ein beginnt ein jahrelanger Anpassungsprozeß. Danach bauen
Stiefgeschwister meist eine gute Beziehung auf- sofern die (Stief)Eltern
nicht einzelne Kinder bevorzugen.
- Freunde sind wichtig: den Aufbau von Kontakten mit Gleichaltrigen
außerhalb der Familie, der Peer-Group werden als wichtige
Entwicklungsschritte der Menschen angesehen. Hilfreich sind z.B.
Übernachtungen bei Schulfreunden.
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