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Es gibt für Hessen keine generelle Ausweisung als Risikogebiet, somit entsteht auch keine Notwendigkeit zur Impfung im Hoch- oder Main-Taunus-Kreis. Ein erhöhtes Risiko besteht in Hessen für den Odenwaldkreis ( Umgebung Darmstadt ) seit Anfang 2005 auch der Landkreis Offenbach und seit März 2007 der Main-Kinzig-Kreis. Nach Meldungen der FR im Mai 2011 sei Offenbach Stadt vom RKI zum Risikogebiet erklärt worden. Unverändert zu den Vorjahren wurde 2011 auch weiterhin keine Impfempfehlung für den Hochtaunuskreis ausgesprochen. Zeckenstiche, Vorbeugung und Impfung Die zweitschönste Jahreszeit hat begonnen, die Kinder spielen wieder oft und ausgiebig im Freien. Bei ihren Streifzügen durch das Unterholz entdecken Kinder ihre Umwelt, bringen aber oft Zecken an ihren Körpern mit nach Hause. Bevorzugte Körperstellen sind die Körperfalten und der Kopf. Zunächst besteht kein Grund zur Panik, bis Sie die Zecke entdeckt haben, haben die Zecken sich meist vollgesogen und sind leicht zu entfernen, falls Sie vorher entdeckt werden, gelingt die Entfernung dennoch fast immer vollständig. Sollten Reste des Zeckenkopfes in der Haut stecken bleiben, ziehen Sie einen Arzt zu Rate. Die Zeckenentfernung sollte so schnell wie möglich geschehen, je länger die Saugzeit, desto wahrscheinlicher wird eine Übertragung der Krankheitserreger.
Am besten besorgen Sie sich in der Apotheke eine Zeckenzange und ein Sprühdesinfektionsmittel, zur Not tut es natürlich auch eine Pinzette und hochprozentiger, klarer Alkohol. Setzen Sie Zange oder Pinzette unterhalb des Körpers am Hals der Zecke an und ziehen Sie die Zecke mit leichtem Drehen(1/4 Umdrehung genügt) aus der Haut. Es ist unerheblich in welche Richtung Sie drehen. Desinfizieren Sie die Stichstelle. Zecken können zwei für uns wichtige Erkrankungen übertragen
Für die FSME-Erkrankung existieren sogenannte Risikogebiete in denen die übertragenden Zecken heimisch sind, der Hoch- und Main-Taunus-Kreis gehören nicht hierzu. Das nächstliegende Gebiet mit Gefährdung ist der Odenwaldkreis. Gute Zusammenfassung zur Erkrankung und Karten mit der Ausbreitung in den Urlaubsregionen. Wichtiger für unsere und auch alle anderen Regionen ist die Borreliose, eine Erkrankung, die einem Chamäleon gleich immer andere Verläufe zeigen kann, aber auch einige charakteristische Veränderungen bietet. Das Infektionsrisiko nach einem Stich beträgt ca.1-4%, die häufigste wahrnehmbare Erkrankung stellt das sogenannte erythema migrans dar, eine gute Behandlungsmöglichkeit durch Antibiotika ist gegeben. Das Erythema migrans entwickelt sich einige Tage bis 3 Wochen nach Biss:
3 Tage nach Stich im Bereich des Bauches
eine Woche nach Stich, hier erkennt man einen klassischen Verlauf mit fortschreitender Ausbreitung des roten Randes
Nach einigen Wochen (ohne Therapie)
-Borrelienlymphozytom -Neuroborreliose (Stadium II) -chronische Borrelienerkrankung (bei manchen Autoren Stadium III) der Borreliose Achtung: Schreiben Sie sich auf, wann Ihr Kind von einer Zecke gestochen wurde, teilen Sie Ihrem Arzt einen Zeckenstich mit!! Zur Vermeidung von Zeckenstichen geeignete Kleidung tragen, suchen Sie Ihre Kinder nach den Streifzügen in der Natur gründlich ab (ganz besonders im Bereich des Kopfes und der Körperfalten). Diese Seite ist aktualisiert am 11.5.2010 |